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Veganuary. 31 Tage vegan ernähren. Machst du mit?

Veganuary, Wintergemüse Schriftzug

Ich könnte es. Da ich mich vegetarisch und davon etwa zu etwa 50 % vegan ernähre. Es fiele mir sicher nicht schwer. Aber es gibt ein paar vegetarische Lebensmittel, auf die ich nur ungern verzichte. Zum Beispiel ein leckerer Bio-Käse. Oder auch Eier. Vor allem für meinen Wochenend-Kuchen. Ja, ich weiß, Kuchen geht auch ohne Eier. Aber nicht alle Rezepte lassen sich mit Alternativen backen.

Veganuary. Bringt das was?

Ich frage mich ehrlich gesagt, was soll das bringen, einen Monat umstellen? Einen Monat vegan ernähren? Ich bin der Meinung, entweder stellt man seine Ernährung aus Überzeugung und dauerhaft um oder eben nicht. Egal ob vegan, vegetarisch oder sonst wie. Es ist wie mit Diäten. Ein Strohfeuer für eine gewisse Zeit und war’s das. So wird das nichts mit Nachhaltig, im Sinne von dauerhaft etwas verändern. (Und, das gilt ja nicht nur für die Ernährung.)

Also frage dich am besten erst einmal: Aus welchen Gründen machst du oder würdest du mitmachen? Als Booster nutzen, um die Umstellung zu erleichtern. Oder nur, weil es ja so hip ist? Oder steckt etwas anderes dahinter? Willst du > nachhaltiger leben? Ist dir das Tierwohl wichtig? Weil es gesünder ist? Weil, dir vegane Gerichte besser schmecken? Oder alles zusammen?

Vegan und vegetarisch. Nachhaltig. Fürs Tierwohl. Gesund und lecker essen.

Ich bezeichne mich als vegetarische Veganerin. Warum? Weil es Lebensmittel gibt, die ich einfach zu gerne esse und sie mir fehlen würden. Wie zum Beispiel ein leckerer Bio-Käse. Für Gratins habe ich auch schon Käseersatz probiert. Selbst gemachter veganer Parmesan auf Basis von Mandeln. Das ist okay. Aber ist das auch nachhaltiger, als Bio-Käse? Das vermag ich nicht zu sagen, Stichwort: Mandeln … Denn das finde ich auch sehr wichtig.

Oder statt Eier im Kuchen, den Teig zum Beispiel mit Apfelmus locker und saftig machen. Geht auch. Aber eben nicht bei allen Kuchen. Andererseits: Muss man wirklich auf alles Tierische verzichten?

Genügt es, Tierisches zu reduzieren? Alternativen zu probieren und darauf achten, dass es möglichst Bioprodukte sind? Aus artgerechter Haltung. Aus der Region. Wenn möglich von einem Direktvermarkter. Damit ist schon viel getan und ich denke, das ist ein guter Kompromiss.

Ich verzichte insgesamt so viel wie möglich auf tierische Produkte. Fleisch und Geflügel sind natürlich komplett von meinem Speiseplan gestrichen, seit fast zwei Jahren. – Ich habe aber kein Problem damit, wenn Menschen auch mal ein Fleischgericht essen mögen. Denn ich halte nichts von: alles verbieten, als „böse“ deklarieren. Besser: die Menschen motivieren auch Neues, ohne Fleisch, zu probieren. – Und ich gebe zu: Ab und zu landet bei mir mal ein Fisch (z. B. von > Follow Fish) auf dem Teller. Die berühmte Ausnahme von der Regel.

Was ich mir wünsche? Statt kurzzeitigem Aktionismus überlege dir: Was ist dir wichtig? Was kannst und willst du ändern, um nachhaltiger (und gesünder) zu leben? Und dann setze es auch wirklich um. Sofort. Dauerhaft und nicht nur einen Monat. Los geht’s. 🙂

Veganuary. Nur eine gut gemeinte Marketing-Aktion?

Der Veganuary bringt meiner Meinung nach rein gar nichts (wie andere ähnliche kurzfristige Aktionen auch), außer Aufmerksamkeit für die Unternehmen, die ihre veganen Produkte unters Volk bringen wollen. Böse? Ja, vielleicht ein bisschen. 😉 Aber ist es nicht so? Wofür soll es sonst gut sein, das einmonatige „Ich bin dabei … für einen Monat“? Und dann?

Die Umsatzsteigerungen seien den Unternehmen gegönnt. Und ich würde es auch nicht generell ablehnen, für einen Kunden aus der Branche etwas zu designen. Aber die Werte und die Inhaltsstoffe der Produkte müssten passen, mich überzeugen. Zumal: Dosentomaten sind ja auch vegan. – Braucht jemand ein frisches Bio-Tomaten-Dosen-Design? 🙂 – Ich habe nur mit den hoch verarbeiteten, veganen Produkten meine Probleme. Bedenken.

Viel wichtiger wäre es, dauerhaft das Bewusstsein für eine gesunde und nachhaltige(re) Ernährung zu schärfen. Es sollte viel mehr auf die Herkunft und Inhaltsstoffe der Produkte geachtet werden. Die Haltung der Tiere, wenn es denn nicht ganz ohne Fleisch geht.

Für meinen Teil kann ich sagen: Auf meinem Teller landen garantiert keine Fleischersatzprodukte oder irgendwelche fragwürdigen veganen Convenience-Produkte oder Fertiggerichte. Auch nicht in Bio-Qualität. Das ist für mich keine Option. Warum?

1️⃣ Es schmeckt mir nicht.
2️⃣ Noch mehr Plastikmüll!
3️⃣ Zu viele und oft fragwürdige Zusatzstoffe!
4️⃣ Für mich sind es „tote“ Lebensmittel.
5️⃣ Oft zu viel Zucker und/oder Salz.

30 Minuten für ein leckeres und gesundes Veggie-Gericht. Ohne Fertigprodukte.

Es ist so einfach, wenn man nur will und sich ein bisschen mit gesunder und leckerer Ernährung auseinandersetzt. Du musst wirklich kein Profikoch oder –köchin sein. Du kannst schnell, lecker, gesund und nachhaltig kochen mit frischen, saisonalen Produkten. Vegan. Oder vegetarisch. Es gibt so viele Gerichte, die in 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Oder sogar noch schneller, wenn alle Familienmitglieder mithelfen. Und: zusammen Kochen macht Spaß, auch wenn es vielleicht nicht deine große Leidenschaft ist. 😉

Cover Kochklub Selbstgemacht (Vegan und Vegetarisch)
Cover meiner Facebook-Gruppe „Kochklub Selbstgemacht“. Vegan & vegetarisch kochen.

Du bist ein Kochmuffel? Spring über deinen Schatten. Probiere es einfach mal aus. Zusammen kochen. Mit dem Partner, der Partnerin, den Kindern, Freunden. Sei mutig und probiere neue Gerichte, neue Gewürze, schärfe deinen Geschmackssinn. Auch, wenn es mal nicht so lecker wird, wie gedacht. Du lernst dabei. Lernst dich besser kennen, was du magst und was nicht und entdeckst sicher auch neue Geschmacksseiten 😉 an dir.

Versuche es. Mach kleine Schritte. Koche 2 x in der Woche aus frischen Zutaten. Vielleicht am Wochenende, wenn du mehr Ruhe und Zeit hast. Wenn du momentan noch oft Fleischgerichte isst, reduziere sie nach und nach. So gewöhnst du dich langsam daran und eine spätere, vielleicht komplette Umstellung fällt nicht mehr schwer.

90 % vegan: Kürbis-Pizza-Flammkuchen. Einfach. Lecker.

Kürbis Flammkuchen Pizza mit Feta und roten Zwiebeln, erstellt mit Adobe Firefly
Kürbis-Pizza-Flammkuchen. (Erstellt mit Adobe Firefly / Prompts by wildpeppermint-design)

Und das geht so: Auf den Pizzateig (ich mache ihn selbst, ist keine Kunst) kommt Crème fraîche (vegan) mit Zitronenabrieb, Thymian, etwas Salz, Prise Cayennepfeffer und schwarzer Pfeffer. Darauf Hokkaido-Kürbis in Scheiben, Boskop-Apfel in Scheiben, rote Zwiebeln in Spalten, Walnüsse und Feta. Nach dem Backen würze ich ggf. noch mit etwas frisch gemahlenen schwarzem Pfeffer und Zitronen-Thymian Fleur de Sel nach. Lecker. Versprochen.

Wenn dich mein Rezept interessiert, melde dich gerne > per Mail bei mir.

PS: Wie ernährst du dich? Vegan? Vegetarisch? Mixed Veggie wie ich? Oder bist du Flexitarier (gelegentlich Fleisch)? Machst du mit beim > Veganurary?

2 Gedanken zu „Veganuary. 31 Tage vegan ernähren. Machst du mit?“

  1. Danke liebe Heidrun für den Artikel, ich merk bei mir auch, wie ich aktuell etwas zu viele Wurst Ersatzprodukte konsumiere und da kommt dein Artikel gerade richtig. Plastik, ungesund und man unterstützt oft die großen Konzerne. Ich freu mich auf das Rezept und werde berichten! Liebe Grüße Lilli

  2. Ahoi, liebe Lilli,

    wie schön, es freut mich sehr, dass ich dich mit meinem Beitrag inspirieren konnte! 🙂

    Ich hoffe, dir schmeckt mein Pizza-Flammkuchen und wünsche dir schon jetzt einen guten Appetit!

    Liebe Grüße Heidrun

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