Ein Gastbeitrag von Rebecca Lenz
Was passiert, wenn man eine Katzenfotografin, ein Fahrrad und ganz viel Herz fĂŒr die Natur zusammenbringt? Genau: nachhaltige Fotografie entsteht. FĂŒr Rebecca Lenz ist Nachhaltigkeit kein Buzzword â sie wird gelebt, Tag fĂŒr Tag.
In ihrem Gastbeitrag zeigt sie, wie kleine Entscheidungen â von der Lieferantenwahl bis zu den Verpackungen â GroĂes bewirken können. Ganz nach meinem Motto âLittle Green Stepsâ: Viele kleine Schritte können etwas GroĂes entstehen lassen. Denn jeder kleine Schritt zĂ€hlt â auch in der Fotografie.
Und du erfĂ€hrst sogar, warum manchmal ein Karton spannender sein kann als das Foto selbst. đ
Inhalt
Tier- und Naturschutz gehen Hand in Hand. Und meine Kundinnen sehen ihre Katze eben nicht als ânur ein Tierâ; fĂŒr sie ist ihre Samtpfote, ihr Fellkind, ihr Ein und Alles, und sie wollen, dass es ihr so gut wie möglich geht.
Somit gehören Natur- und Tierschutz unvermeidlich mit zu den wichtigsten Werten in meinem Business, weshalb es mir natĂŒrlich ein besonderes Anliegen ist, dies bei meiner tĂ€glichen Arbeit so gut wie möglich einzubinden.
Bei allen Entscheidungen bemĂŒhe ich mich, den Einfluss auf unsere Umwelt mitzudenken. Da dies jedoch nicht immer 100%ig umsetzbar ist, kommt es umso mehr auf die kleinen Dinge an, die machbar sind.
Warum QualitÀt & kurze Wege zÀhlen
Bei der Gestaltung meines Angebots achte ich sehr bewusst auf die Wahl meiner Lieferanten. Nachhaltige Produkte, hochwertige Wertstoffe und eine umweltfreundliche Verarbeitung stehen dabei im Mittelpunkt. Das mag zwar seinen Preis haben, doch die QualitĂ€t der Materialien, die Brillanz der Farben und die beeindruckende AlterungsbestĂ€ndigkeit von bis zu 75 Jahren sprechen fĂŒr sich.
So erhĂ€ltst du ein Produkt, das nicht nur deinen AnsprĂŒchen an Aussehen und Umweltbewusstsein gerecht wird, sondern dich zudem viele Jahre begleitet.
Alle Produkte in meinem Sortiment stammen ausschlieĂlich von europĂ€ischen Lieferanten. Dadurch werden Transportwege und -kosten minimiert. Wenn möglich, wĂ€hle ich zusĂ€tzlich den umweltfreundlichsten Versandtarif â auch wenn sich die Lieferzeit dadurch manchmal etwas verlĂ€ngert.
Doch keine Sorge: Ich halte dich jederzeit ĂŒber den Status deiner Bestellung auf dem Laufenden. Die Vorfreude auf dein persönliches ErinnerungsstĂŒck an deinen Stubentiger darf also ganz entspannt weiter wachsen.

AuĂerdem bin ich ĂŒberzeugt, dass ein gedrucktes PortrĂ€t eine sehr nachhaltige Alternative zum digitalen Bild ist. Ja, es entstehen Material-, Produktions- und Versandkosten. Doch dafĂŒr kommt das fertige Kunstwerk ganz ohne technische GerĂ€te aus. Kein Smartphone, Computer oder Fernseher sind nötig, um deine Lieblingsmomente mit deiner Katze anzuschauen. Kein Speicherplatz, kein Backup â nur das Tageslicht, das durch dein Fenster fĂ€llt.
Verpackt mit Verantwortung
Wenn es um Verpackungsmaterialien geht, lege ich groĂen Wert auf eine bestmögliche Wiederverwertung. In den meisten FĂ€llen schicke ich dir deine Produkte in der Originalverpackung â selbst dann, wenn sie fĂŒr die QualitĂ€tskontrolle bereits einmal geöffnet wurde. Dein Paket mag dadurch nicht das hĂŒbscheste sein, doch dafĂŒr wird kein Material verschwendet.

Und nachdem deine Katze sich vermutlich begeistert ĂŒber den Karton hergemacht hat (in ihren Augen ohnehin das eigentliche Highlight), wĂ€re er sowieso nicht weiterzuverwenden.
Sollten dennoch zusĂ€tzliche Materialien nötig sein, setze ich auf plastikfreie FĂŒllmaterialien und Kartonagen aus recyceltem Papier. Diese kaufe ich gerne auf Vorrat, um Nachlieferungen so weit wie möglich zu reduzieren.
Auch im (Business-)Alltag nutze ich selbstverstĂ€ndlich wiederverwendbare Dinge â wie meine eigene Jutetasche im Brand-Design, die ich fĂŒr persönliche Auslieferungen nutze und anschlieĂend verschenke. Oder meinen Coffee-to-go-Becher im Brand-Design, der mich auf Bahnfahrten begleitet, GesprĂ€che anstöĂt und ganz nebenbei die Umwelt schont.
Zwischen Pedalen und Katzen-PortrÀts: Mein nachhaltiger Transport
Bestellungen von Drucken beim selben Lieferanten werden gebĂŒndelt und maximal einmal pro Woche versendet. Dadurch kann sich deine Lieferung minimal verzögern â hilft jedoch enorm dabei, Transportwege, Kosten und Verpackungsmaterial zu reduzieren.
Soweit möglich, ĂŒbernehme ich Lieferungen persönlich. Nur Sendungen auĂerhalb meines Stadtgebiets sowie groĂformatige Drucke ĂŒbergebe ich an Transportdienstleister. Dabei nutze ich bevorzugt jene Anbieter, die ohnehin regelmĂ€Ăig in deiner NĂ€he unterwegs sind. So vermeiden wir unnötige zusĂ€tzliche Fahrten.
WĂŒrdest du dich ĂŒbrigens wundern, wenn ich zu unserem Fototermin plötzlich mit dem Fahrrad auftauche?
Viele meiner Kundinnen und mein Netzwerk kennen mich als âdie radelnde Fotografin aus dem Rheinlandâ. Das Fahrrad ist mein liebstes Fortbewegungsmittel â flexibel, unkompliziert und perfekt fĂŒr meine Ausstattung, die problemlos in meinen Fahrradkorb passt.

Wenn das Rad einmal keine Option ist, steige ich auf öffentliche Verkehrsmittel um. Nur wenn es wirklich notwendig ist â zum Beispiel bei gröĂeren Entfernungen, schlechter ĂPNV-Anbindung oder sperrigem Transport â nutze ich das Auto via Carsharing oder Mietfahrzeuge.
Meinen Umstieg von vier auf zwei RĂ€der habe ich ĂŒbrigens schon vor neun Jahren ganz bewusst vollzogen. Damals war ich zwar noch nicht selbststĂ€ndig, aber zwischen Köln und DĂŒsseldorf ist der ĂPNV angenehm zuverlĂ€ssig. Und es hat mich schnell gelehrt, entspannter und geduldiger durchs Leben zu gehen â etwas, das heute auch meinem Business zugutekommt.
Digital, aber bewusst: nachhaltige Technik-Entscheidungen
So sehr ich mich auch fĂŒr Technik begeistere â erst wenn eine Kamera ihren Job nicht mehr zuverlĂ€ssig macht, wird sie ausgetauscht. Ich bin eine groĂe BefĂŒrworterin von Wiederverwendung und Langlebigkeit, selbst wenn das GerĂ€t vielleicht nicht mehr dem neuesten Standard entspricht. Auch Secondhand und generalĂŒberholte Modelle kommen fĂŒr mich ganz selbstverstĂ€ndlich infrage.
Das Gleiche gilt fĂŒr all meine weiteren âWerkzeugeâ, wie zum Beispiel den Computer. NatĂŒrlich muss alles solide und zuverlĂ€ssig arbeiten. Doch es ist absolut nicht nötig, jedes Jahr ein neues Modell zu kaufen. Das reduziert Elektroschrott â und schont ganz nebenbei die Umwelt.

Ein weiterer Schritt, zu dem ich mich kĂŒrzlich entschieden habe, ist die Verabschiedung von Big Tech. Das bringt zwar eine gewisse Umstellung mit sich, doch es ist erstaunlich, wie gut alternative Systeme funktionieren, wenn man sich darauf einlĂ€sst und bereit ist, die Komfortzone ein StĂŒck weit zu verlassen.
Das bedeutet: Ich nutze langlebige Technik und europĂ€ische Cloud-Dienste â damit deine Bilder ressourcenschonend gespeichert und gleichzeitig bestmöglich geschĂŒtzt sind.
Mein Fazit: Nachhaltige Fotografie ist möglich
Am Ende sind es die kleinen Entscheidungen, die GroĂes bewirken â sei es bei Fotoprodukten, im Alltag oder bei meiner UnterstĂŒtzung von Tier- und Naturschutzprojekten.
Nachhaltigkeit ist fĂŒr mich ein Prozess, bei dem ich stĂ€ndig nach neuen Optimierungsmöglichkeiten suche. Nicht immer gelingt es, aber ich halte bewusst nach Alternativen Ausschau, statt einfach den bequemen Weg zu wĂ€hlen.
FĂŒr mich zĂ€hlen all die kleinen Dinge, fĂŒr die wir uns entscheiden: sei es ein Katzen-Spielzeug aus Holz statt Kunststoff oder eine selbst gegossene Pfoten-Kerze aus Wachsresten.
Ein Teil meiner Einnahmen flieĂt ĂŒbrigens in Form von Spenden an Tier- und Naturschutzprojekte, die mir besonders am Herzen liegen. Kein Wunder also, dass ich Tiger-Patin bin â oder?

Ăber die Autorin: Rebecca Lenz
Lifestyle-Fotografin, Katzenmensch & Naturfreundin.
Rebecca Lenz sich auf natĂŒrlich entspannte Mensch-Tier-Portraits spezialisiert.
Sie hilft ihren Kundinnen, das eigene Business in ihrer Funktion, als Katzen-Mama zu prĂ€sentieren und im Privatbereich, Erinnerungen fĂŒr die Ewigkeit zu schaffen.
Mehr ĂŒber Rebecca kannst du auf ihrer Website und auf LinkedIn erfahren.
PS: Du möchtest auch einen Gastbeitrag in meinem Blog veröffentlichen, dann schau dir gerne die bisherigen BeitrÀge an und melde dich, wenn du Interesse hast.