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Wie die Pfefferminze zu meinem Markenzeichen wurde

Natur, Kreativität & immer eine Prise Pfefferminze. //

Düfte haben etwas Magisches. Düfte haben die Kraft, dich zurück an einen Ort zu beamen, als wärst du gerade eben noch dort gewesen.

Für mich ist es der Duft der Pfefferminze.

Gehe ich in meinen Topfgarten, um mir ein paar Blätter abzuknipsen – für meine tägliche Kanne Tee – und reibe ein Blatt zwischen den Fingern, bin ich gedanklich sofort wieder im Garten meiner Mom. Oder im Schrebergarten meiner Oma. Oder in meinem eigenen Naturgarten … hach … da werde ich ganz nostalgisch.

Und, wenn ich so drüber nachdenke, die Pfefferminze begleitet mich schon fast mein ganzes Leben.

Warum ich dir das alles erzähle? Weil diese Pflanze nicht nur meine Küche erobert hat, sondern sogar meinem Unternehmen vor 12 Jahren ihren Namen gab.

Wobei der eigentliche Anlass für diesen Blogbeitrag war die Blogparade von Wildkrautbraut.

Ganz genau weiß ich es nicht mehr, wann meine Liebe für Wildkräuter – also nicht nur die Liebe zur Pfefferminze – entstanden ist. War es schon zu Zeiten, als ich meiner Mom im Garten geholfen habe oder noch früher, als ich im Schrebergarten meiner Oma all die vielen Pflanzen bestaunt habe und leckere Himbeeren direkt vom Strauch naschen durfte?

Aber eins kann ich sicher sagen, so richtig ist meine Liebe zu den Wildkräutern und –blumen entstanden, als ich meinen eigenen Garten hatte. Fast 400 Quadratmeter wild-bunter Naturgarten. Alles in Eigenregie und mit eigener Muskelkraft angelegt. Ich hatte mir sogar mal die Mühe gemacht und die wilden und Küchenkräuter durchgezählt: Ich kam auf rund 160. Nicht schlecht, oder?

Am Gartenteich mit Schachbrettblumen
Am Rand meines Gartenteichs – Schachbrettblumen.

Eines meiner Lieblingskräuter, war allerdings schon lange bevor ich meinen eigenen Garten hatte, die Pfefferminze. Auslöser war ein Urlaub in Tunesien, ich habe mich schlicht und ergreifend in den leckeren frisch gebrühten Pfefferminztee verliebt. Ich erzählte meiner Mom davon, dass wir unbedingt Pfefferminze im Garten anpflanzen müssen. Ich musste sie auch gar nicht lange überreden und schon wucherte die Minze lustig vor sich hin. Der Standort war perfekt gewählt: halbschattig und eher feuchter Boden. Jedoch nach und nach nahm sie immer mehr Platz in Anspruch, worüber meine liebe Mom allerdings weniger begeistert war. 😉

Ja, die Pfefferminze hat es mir wirklich angetan. Ich lieb sie bis heute und habe, obwohl ich inzwischen nur noch einen kleinen Topfgarten habe, natürlich auch ein paar Minzen.

Wie aus der Pfefferminze mein Firmenname wurde

Manchmal werde ich gefragt, wie ich auf meinen doch eher ungewöhnlichen Firmennamen gekommen bin. Sicher ist es dir inzwischen schon ziemlich klar, stimmt’s?

Aber lass mich dazu ein klein wenig ausholen, wie es dazu kam.

Während meiner ersten Jahre hieß ich „4plus-marketingsevice“. Das war damals auch völlig okay. Aber irgendwann passte der Marketingpart nicht mehr zu mir und habe meinen Fokus aufs Design gelegt. Also musste auch ein neuer Name her.

Es war mir wichtig, meine Liebe zur Natur sichtbar zu machen, mein nachhaltiger Ansatz beim Arbeiten, bei meinen Projekten. Und da war die Minze sofort präsent. Genau, dachte ich, das ist es: Peppermint-Design.

Leider war die Domain schon belegt. Aber das Problem war schnell gelöst: Es wurde Wildpeppermint-Design. Weil ich ein riesengroßer Fan von allen Wildkräutern bin, passte es sogar noch besser als nur Peppermint-Design.

Seit dem begleitet mich die Minze auf unterschiedlichste Weise. Auch meine Primärfarbe ist seit 2014 immer ein Mint- bzw. Türkiston, weil ich das auch bin.

Machen wir noch eine kleine Zeitreise, wie sich mein Logo seit 2014 entwickelt hat …

Logo Entwicklung über 12 Jahre - wildpeppermint-design

So ist die Pfefferminze nun schon seit 12 Jahren mein Markenzeichen.

Da fällt mir gerade noch etwas ein. Zwischendurch gab es sogar in meinem Newsletter eine kleine Pfefferminz-Rubrik: Ich teilte meine minzigen Rezepte und Ideen rund um und mit Pfefferminze.

Wie ich auf die Idee für meinen Pfefferminz-Beitrag kam

Sorry, jetzt bin ich ziemlich abgeschweift, denn das Thema dieses Blogbeitrags sollte eigentlich ein anderes sein. Ups … nämlich die Blogparade von Inga, die Wildkrautbraut.

Vor ein paar Wochen entdeckte ich, beim Lesen anderer Monatsrückblicke, die Blogparade:  „Dein Lieblingsrezept mit Wildpflanzen, Wildfrüchten oder Pilzen.“

Ich musste nicht lange überlegen und habe ihr gleich geschrieben, dass ich sehr gerne dabei bin, als Liebhaberin all der köstlichen, gesunden wilden Kräutleins. Und es war gleich klar, es muss etwas mit Minze sein. Da ich mich nicht entscheiden konnte, sind es drei Lieblingsrezepte mit Pfefferminze geworden. Lieb sie alle.

Meine Lieblings-Pfefferminz-Rezepte

Mein Sommer-Liebling: Griechischer Kartoffelsalat (vegan)

Für 4 Portionen

500 g Pellkartoffeln, 2 Spitzpaprika, 2–3 EL Kalamata Oliven, 4 getrocknete Tomaten (in Öl), 1 rote Zwiebel, 4 EL heller Trauben- oder Apfelsaft, 3 EL Rotweinessig, 1 EL Agavendicksaft, 2–3 EL Olivenöl, 1 gr. Stängel Minze, 4 St. Petersilie, einige Blätter Basilikum, etwas wilde Rauke, 3 EL Wal- oder Pekannüsse, Salz und Pfeffer,

Pellkartoffeln mit etwas Salz gar kochen. Aus den Gewürzen, Öl, Essig etc. ein Dressing rühren. Tomaten klein schneiden, Oliven evtl. halbieren, Paprika in Streifen schneiden, Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Zwiebel in dünne Spalten. Alles mit dem Dressing vermischen, 10–20 Min ziehen lassen und abschmecken. Dann die grob gehackten Nüsse unterheben oder nur drüber streuen.


Meine Lieblings-Leckerei: Schoko-Minz-Blätter

Hier kommt die gesunde After-Eight-Variante. Nicht ganz das Gleiche, aber ich mags viel lieber. – Sorry, After Eight, du warst mir schon immer zu süß.

Es geht ganz einfach: Du nimmst schöne, unbeschädigte Pfefferminz-Blätter. Sie müssen trocken sein. Dann schmelze auf einem Wasserbad eine gute Zartbitter-Schokolade (gerne mit 80-90 % Kakaoanteil), rühre ein paar Tropfen (oder mehr, je nach Menge) mildes Olivenöl und nach Geschmack etwas Agavendicksaft ein, bis eine schöne glänzende Masse entstanden ist.

Jetzt wird’s ein bisschen knifflig: Bestreiche jedes Blatt zu etwa 2/3 oder auch ganz mit der flüssigen Schokolade. Und lege sie auf eine Platte zum Erkalten und fest werden. Du kannst auch versuchen sie Blätter mit einer Pinzette in die Schokomasse kurz durchzuziehen, dann pinsele die Platte mit etwas Öl ein, damit die Blätter nicht kleben bleiben.


Das mache ich fast jedes Jahr: Erdbeer-Pfefferminz-Likör

Nimm ca. 100 g halbierte Erdbeeren, 3 Stängel Apfelminze (milde Variante) oder Schweizer Minze (deutlich intensiver) und fülle sie in ein großes Schraub-Glas mit weiter Öffnung. Dann mit einem ¾ Liter klaren Obstbrand oder Wodka auffüllen. Etwa 14 Tage an einem dunklen Ort ziehen lassen. Gerne ein paar Mal leicht schütteln. Dann die Flüssigkeit abseihen/filtern und nach Geschmack mit ca. 3 EL Agavendicksaft oder einer anderen eher neutralen Süße vermischen. Lasse das Ganze dann noch mindestens vier Wochen nachreifen. Serviere den Likör gut gekühlt.

Inspiriert von einem Rezept aus: „Mein Kräuterhexenwissen“

Buchcover "Mein Kräuterhexenwissen"

By the way: Ich trinke fast jeden Tag eine Kanne Pfefferminztee. Entweder pur oder mit Grüntee gemischt oder zusammen mit anderen Kräutern wie Brennnessel oder Zitronenmelisse.

Oder im Sommer kommen einfach ein paar frische Blätter ins kalte Wasser, wenn der Tee ausgetrunken ist.

Warum ich mich gerade für diese Rezepte entschieden habe?

Ich liebe einfach die Frische der Minze. Sie sorgt immer für den gewissen Pep. Frisch und würzig, ist einfach mein Ding. Am liebsten habe ich die Marokkanische und Schweizer Minze. Die Schokominze hat sich im Topf leider nicht lange gehalten. Vielleicht versuche ich es noch einmal im nächsten Jahr.

Und jetzt noch ein paar Randnotizen zu meiner Pfefferminz-Liebe.

Vor ein paar Tagen habe ich die Schweizer, die Apfel- und Marokkanische Minze geschnitten und zum Trocknen in der Wohnung verteilt. Hach dieser Duft, ich könnte drin baden. So frisch und belebend. Übrigens: Ich ernte immer kurz vor der Blüte, dann ist das Aroma am intensivsten, finde ich zumindest.

Eine Sache, die ich interessant finde. Die gekaufte Nana-/Marokkanische Minze schmeckt nie so köstlich wie meine. Woran es liegt? Ich weiß es nicht. Ist einfach so.

Wilde Minzen, wie die Bach- oder Rossminze wachsen meist an eher feuchten Orten. Ich kann sie allerdings nicht zum Verzehr empfehlen, weil sie einen extrem hohen Mentholgehalt haben, das bekommt vor allem empfindlichen Menschen nicht gut.

Für Kinder ist übrigens die Apfelminze top, weil sehr mild.

Warum Pfefferminze für mich mehr ist als ein Kraut

Wie du inzwischen weißt, sie begleitet mich inzwischen seit vielen Jahren.

  • Als Tee.
  • Als Zutat in meiner Küche.
  • Als Lieblings-Pflanze.
  • Als Duft.
  • Und seit 2014 sogar als Firmenname.

Sie steht für Frische & Würze (fresh & spicy – gehört auch zu meiner Brand Essence), Natürlichkeit und neue Ideen. Vielleicht schließt sich da der Kreis: warum ich draußen zwischen (Wild-)Kräutern und Wildblumen oft die besten Einfälle habe. Immer wieder inspirierend. Manche landen dann in einem Gericht auf meinem Teller. Andere wachsen zu einem Logo, einem Beitrag oder einem neuen Projekt.

Genau genommen hat die Pfefferminze also viel mehr mit meinem Business zu tun, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

PS: Vielen Dank Ines für diese schöne Blogparaden-Idee!

Obwohl mein Beitrag sicher etwas aus dem Rahmen fällt, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, zu sehen, wohin mich deine Idee geführt hat. Eine kleine Reise in die Vergangenheit. 🙂

2 Kommentare zu „Wie die Pfefferminze zu meinem Markenzeichen wurde“

  1. Liebe Heidrun,

    tausend Dank für die Teilnahme an meiner Blogparade. So schöne Erinnerungen und Rezepte hast du zusammengeschrieben. Ich bin ganz beseelt, wie vielfältig du Minze einsetzt. Das ein oder andere werde ich auch mal ausprobieren.

    Grüne Grüße
    Inga

    1. Liebe Inga,

      super gerne. Deine Blogparade war so eine geniale Inspiration für mich.
      herzlichen Dank für diese schöne Idee! Und wie gut, dass ich dich gefunden habe. 🙂

      Ja, mach das super gerne. Wenn du magst, berichte.

      Ebenfalls grüne
      Grüße aus der vertrockneten Wetterau

      PS: Den Wildblumen und -kräutern gefällt das Wetter allerdings sehr gut.

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