Ich bin bunt. So habe ich mal einen LinkedIn-Beitrag begonnen. Und, als ich mir in den letzten Tagen so meine Gedanken über meine Arbeit, meine Art wie ich arbeite, was mir wichtig ist gemacht habe, kam ich drauf, wie Vielfalt und Kreativität zusammenhängen. Und ich dachte, das ist das perfekte Startthema für meine erste neue Podcast-Folge. Und jetzt auch für die Lieber-Leser als Blogbeitrag.
Nach etwas über einem Jahr Funkstille habe ich mich vor ein paar Tagen mit meinem Podcast zurückgemeldet.
Das hatte verschiedene Gründe und jetzt war die Zeit einfach reif, um meinen Podcast wieder zu starten. Der erste Beitrag ist on air.
Was ich jetzt schon sagen kann, es wird ein bisschen anders werden, aber ich möchte mich jetzt noch nicht zu sehr festlegen. Denn ich habe beschlossen, dass sich mein Podcast-Biotop ganz natürlich entwickeln darf.
In meinem ersten Beitrag für 2026 geht es um Vielfalt & Kreativität. In der Natur und ganz allgemein. Warum ich sie brauche, was sie für mich bedeutet und was das alles mit Kreativität zu tun hat.

Eine Frage zum Start ins Thema: Was bedeutet Vielfalt für dich, was fällt dir zu Vielfalt ein? Und was bedeutet sie dir? Nimm dir gerne einen Moment Zeit und notiere dir, was dir spontan dazu einfällt …
Auf meinem Zettel stehen unter anderem diese Begriffe: bunt, wild, Biotop, natürlich, Lebensraum, Zusammenspiel, lebendig, inspirierend.
Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr fällt mir ein. Aber das soll jetzt mal genügen.
Meine erste Begegnung mit einer Nachtigall
Vor ein paar Tagen, morgens, wir (also ich und mein Hund & Feelgood-Manager Remo) laufen gerade an einer kleinen Hecke vorbei, als ich eine Vogelstimme höre, die sich so ganz anders anhört. Unglaublich melodisch und wunderschön. Mein erster Gedanke: Eine Mönchsgrasmücke. Nein, das kann nicht sein, das ist ein anderer Vogel.
Ich blickte mich um in Richtung der Stimme und da saß er, im Apfelbaum, ein brauner, eher unscheinbarer Vogel. Und mir war sofort klar: Das kann nur eine Nachtigall sein. Was mir auch die Birdnet-App mit „sehr sicher“ bestätigte.

Wow, dachte ich. Wie cool ist das denn?
Ich wusste zwar, dass die Nachtigall seit einigen Jahren auch hier bei uns zu hören ist, hatte sie bis zu diesem Tag aber noch nie live erlebt.
Was für ein wundervoller Moment.
Ich freue mich noch immer darüber – und über jede andere noch so kleine Entdeckung, die mein Herz hüpfen lässt.
Zum Beispiel, während Remo schnüffelt, lausche ich, sehe mich um und denke dabei öfter:
Warum sehen das so wenige andere Menschen?
Ich entdecke fast jeden Tag etwas Schönes. Ich staune und freue mich. Halte, wenn möglich, das Schöne mit dem Smartphone oder der Kamera fest und lasse mich inspirieren.
Ich liebe die Vielfalt.
Nicht nur die in der Natur. Auch sonst. Ganz allgemein.




Vor einer Weile schrieb ich mal bei LinkedIn einen Beitrag mit der Überschrift: „Ich bin bunt.“ Und das stimmt. Denn ich interessiere mich für unglaublich viele Themen und Bereiche. Für Geschichte genauso wie für Natur. Für Gestaltung und Design sowieso, für Menschen und andere Kulturen, für Garten und Tiere, gutes Essen und Kochen. – Ich könnte diese Liste noch unendlich lange fortsetzen.
Das bin einfach ich. Und genau diese Mischung macht mich aus. Vielleicht ist das meine Superkraft?
Warum ich meine Arbeit nach über 20 Jahren noch immer liebe
Erst vor kurzem wurde mir etwas erst so richtig klar, warum ich meine Arbeit nach über zwanzig Jahren noch immer liebe. Es sind nicht nur die Logos, Branddesigns oder Broschüren, die ich so gerne gestalte. Es sind die Menschen. Und ihre Geschichten. Die unterschiedlichen Blickwinkel.

Die neuen Themen, in die ich eintauchen darf und durch die ich ganz nebenbei meinen Horizont erweitere und mein Wissen vergrößere. Ich möchte fast sagen:
Ich brauche die Vielfalt wie die Luft zum Atmen.
Zumindest empfinde ich es so.
Muss man sich wirklich immer spezialisieren?
Und dann gibt es ja diesen berühmten Satz: „Fokussiere dich. Stelle dich ganz spitz auf. Ein Thema. Eine Zielgruppe. Eine Richtung.“ Jedes Mal, wenn ich das versucht habe, habe ich relativ schnell festgestellt: Mir fehlt etwas. Und so bin ich immer wieder rückfällig geworden.
Denn wenn ich zu lange dasselbe tue und zu viel Routine habe, wird mir langweilig. Ich werde nachlässig und die Kreativität leidet. Das tut mir nicht gut – und ist auch für meine Kundinnen und Kunden natürlich alles andere als förderlich.
Was mir in diesem Zusammenhang ebenfalls immer wieder auffällt: Die besten Ideen habe ich oft beim Draußen gehen. Zwischen völlig unterschiedlichen Gedanken. Oder wenn ich etwas entdecke, das auf den ersten Blick gar nichts mit meiner Arbeit zu tun hat. Wobei natürlich nicht jede Idee automatisch eine gute Idee ist. 😉
Vielfalt = nicht gleich Chaos
Zurück zur Vielfalt. Für mich hat sie nichts mit Chaos oder Unordnung zu tun. Um meinen Biotop-Gedanken vom Anfang noch einmal aufzugreifen: Es sind die Zusammenhänge. Das Miteinander. Denn genau daraus entsteht eine funktionierende Lebensgemeinschaft. Jedes Element hat seine Aufgabe und erst im Zusammenspiel funktioniert das System.
Wenn ich an einer Wiese vorbeigehe, wirkt vieles auf den ersten Blick zufällig. Wild eben. Doch je genauer man hinsieht, desto mehr Zusammenhänge entdeckt man. Wer mit wem verbunden ist. Wer von wem profitiert. Wer welchen Platz einnimmt. – Da linst wohl mein kleines Forscher-Ich um die Ecke und sicher auch meine Ausbildung zur Umweltberaterin spielt mit rein.

Noch ein Gedanke, der auch immer wieder aufploppt: Eigentlich ist das bei Marken, Unternehmen und in der Zusammenarbeit mit meinen Kundinnen und Kunden ganz ähnlich.
Jeder bringt seinen Teil ein.
Und so kann etwas Wunderbares, etwas Besonderes, entstehen.
Vielfalt als Quelle der Inspiration
Aber das ist noch nicht alles. Vielfalt – die in der Natur und ganz allgemein – ist für mich eine nie versiegende Quelle der Inspiration. Und da ist auch wieder mein Lieblingssatz: Beim Draußen gehen habe ich oft die besten Ideen. Die Kombination aus Sehen und Gehen. Das ist es einfach.
Und vielleicht entsteht Kreativität gerade dort besonders gut, wo auf den ersten Blick gar nichts zusammengehört. Vermutlich ist das auch einer der Gründe, warum ich Vielfalt so sehr schätze.

So entstehen neue Verbindungen. Zwischen Natur und Gestaltung. Zwischen einem Vogel, den ich beobachte, und einer Idee für ein Projekt. Zwischen einem Gespräch und einer völlig neuen Sichtweise.
Und irgendwo zwischen all diesen Gedanken passiert es. Da ist sie plötzlich – die Idee. Oder was denkst du?
Mein Impuls für dich
Zum Schluss möchte ich dir noch einen kleinen Impuls mitgeben: Wo oder was könntest du heute einmal ganz bewusst außerhalb deiner üblichen Welt genauer betrachten? Wo entdeckst du Vielfalt? Wo begeistert sie dich?
Schreibe es mir gerne, wenn du magst. Ich freue mich über jede Nachricht und antworte garantiert.
Zum Schluss noch ein Wort zu meinem Podcast „Little Green Steps“. Er erscheint ab sofort alle zwei Wochen – im Wechsel mit meinem Newsletter „Neues aus dem Design-Biotop“.
PS: Und bei all dem Geschreibsel, kam mir gerade noch ein Gedanke, da ich die Vielfalt brauche, wie die Luft zum Atmen, ist es auch kein Wunder, dass der Winter für mich einfach nur furchtbar öde und langweilig ist.
PPS: Wenn du von meinen vielfältigen Ideen profitieren willst, dann schau dir gerne meine Angebote an.

… ist seit 22 Jahren Grafikdesignerin. Ihr Schwerpunkt ist nachhaltiges Design. Sie gestaltet Logos & Branddesigns. Sie unterstützt kleine Manufakturen, Solo-Selbstständige & Visionär*innen beim gesamten Markenauftritt. Ihr Angebot richtet sich an Menschen, die für ihre Idee brennen, die Nachhaltigkeit nicht als Trend verstehen und etwas in dieser Welt bewirken wollen.
Vernetze dich gerne mit ihr bei > LinkedIn.