Heute teile ich mit dir die Ergebnisse meiner Umfrage: „Wie war dein 2025 – wie schätzt du 2026 ein“. Du erfährst, was meine Community 2025 bewegt hat und was sie sich für 2026 wünscht. Eines kann ich schon verraten: 2025 fühlte sich für viele nicht gerade nach „Business as usual“ an.
Kurz & knackig: Die Umfrage 2026
Knapp die Hälfte meiner Newsletter-Leser*innen beschreibt das Jahr als herausfordernd oder schwierig. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – zeigt meine Umfrage etwas sehr Spannendes: Es geht weniger um „höher, schneller, lauter“. Oder um Panik oder Resignation, sondern viel mehr um Klarheit, Qualität und Sinn. Und bewusste Entscheidungen.
2025: Viele unterschiedliche Baustellen, ähnliche Gefühle
Die größten Herausforderungen waren vielfältig und doch erstaunlich nah beieinander. Ein paar Statements:
- Sichtbarkeit erhalten, trotz sinkender Reichweiten
- stärkere Konkurrenz und unsichere Kundengewinnung
- fehlende Zeit, fehlendes Personal
- finanzielle Themen, wie Steuernachzahlungen
- der Wegfall von Stammkund*innen
- das Gefühl, viel zu wollen – aber zu wenig umsetzen zu können
Ein Satz aus den offenen Antworten ist mir besonders hängen geblieben:
„Begrenztere Business-Zeit,
bei gleichzeitig geringerer Social-Media-Reichweite.“
Das bringt es ziemlich gut auf den Punkt, was viele gerade erleben: Nicht mangelnde Kompetenz, sondern veränderte Rahmenbedingungen. Auch mir ging es da nicht anders. Die Reichweite bei LinkedIn ist ziemlich eingebrochen.
Der Blick nach vorn: Was 2026 wichtig wird
Spannend wird es beim Blick auf 2026. Denn hier verschiebt sich der Fokus deutlich. So wurden unter andrem genannt:
- geschätzte Zusammenarbeit auf Augenhöhe
- Qualitätsorientierung
- Zeit und Priorisierung (auf beiden Seiten)
- Sichtbarkeit mit Substanz
- Marketing & Neukundengewinnung
Es geht also nicht darum, einfach mehr zu machen. Sondern viel mehr darum, bewusster zu wählen, mit wem und wie gearbeitet wird. Oder andes ausgedrückt: Es geht draum, wie die Menschen ihre Zeit einsetzen & was und wie priorisiert wird.
Ziele für 2026: Klarheit schlägt Aktionismus
Die Zahlen sprechen eine ziemlich deutliche Sprache:
- Rund 75 % möchten ihre Positionierung schärfen,
- über 50 % wollen ihr Marketing verändern oder ausbauen und
- knapp die Hälfte der Befragten planen ein neues Angebot
Das überrascht mich nicht wirklich. Und gleichzeitig bestätigt es meine Einschätzung: Viele spüren sehr genau, dass sich etwas verändern muss. Die große Frage lautet daher eher: Was davon passt wirklich zu mir? Wohin will ich?
Welche Marketingkanäle werden genutzt?
Bei den genutzten Kanälen zeigt sich ein recht klares Bild:
- LinkedIn liegt deutlich auf Platz 1
- gefolgt von Newsletter und Offline-/Netzwerkaktivitäten
- erst an dritter bzw. vierter Stelle wählten die Befragten Website/Blog und Facebook
TikTok, Pinterest oder Podcast? Wurden gar nicht genannt. Das finde ich interessant, vor allem, dass Pinterest offenbar noch immer durchs Raster fällt. Ich nutze es inzwischen wieder relativ regelmäßig, um meinen Blogthemen und auch Angebote zu pinnen, um etwas zusätzlichen Traffic auf meine Website zu bekommen.
Für 2026 bleibt LinkedIn der wichtigste Kanal. Was mich ehrlich gesagt auch etwas überrascht hat, dass Instagram als Wunschkanal an zweiter Stelle genannt wurde, noch vor Website/Blog oder Newsletter. Auch da passe ich nicht ins Raster.
Instagram spielt für mich überhaupt keine Rolle mehr. Meine wichtigsten Kanäle sind: Newsletter, Website/Blog und LinkedIn. Podcast und Steady werden aber dieses Jahr auch eine Rolle spielen.
Vielleicht sind die Umfrageergebnisse einfach ein Zeichen dafür, dass viele gerade zwischen Sichtbarkeitsdruck und eigener Energie abwägen. Wäre denkbar.
Logo & Branddesign: Von „noch kein Logo“ bis „seit über 10 Jahren“
Beim Thema Branddesign zeigt sich kein eindeutiger Trend. Ein paar Befragungsteilenehmer*innen haben (aktuell noch) gar kein durchdachtes Branddesign. Andere arbeiten seit über 10 Jahren mit demselben Erscheinungsbild.
Und knapp 40 % denken über eine Überarbeitung, ein Redesign nach. Die Mehrheit sagt aber: Nein, es ist nichts geplant.
Auch das finde ich bemerkenswert. Denn es zeigt einerseits, es muss nicht alles neu werden. Manchmal genügt auch eine Anpassung. Aber es darf ehrlich überprüft werden, ob alles noch passt, um ggf. dann zu entscheiden, ob eine Optimierung des Brandings sinnvoll ist. Manchmal sind es nur ein paar Details, um eine Marke wieder frisch zu machen.
Nachhaltigkeit ist wichtig – aber sehr persönlich
Was mich besonders gefreut hat: Fast alle Teilnehmenden sagen, Nachhaltigkeit ist ihnen wichtig oder sehr wichtig. Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst:
„Mein Angebot soll lange wirken – also nachhaltig sein.“
„Lehm ist meine Liebe.“
„Was wirkt langfristig? Immerhin ist mein Produkt auf 111 Jahre und mehr ausgelegt.“
„Ich sammle Folienreste – daraus lässt sich noch einiges herstellen.“„Zukunftssicherung und Teilhabe.“
„Ich möchte das regionale Einkaufen unterstützen.“

Nachhaltigkeit wird nicht als Marketinglabel verstanden, sondern als Haltung, als Verantwortung – und oft als tiefe Verbindung zum eigenen Material oder Tun.
Schön. So sollte es sein. Und kein Greenwashing oder nur auf den Nachhaltigkeitszug springen, weil es ein vermeintlicher Trend ist.
Wer hat teilgenommen?
Ein kurzer Blick auf die Statistik:
Die Branchen sind querbeet. Von Dienstleistung, Handel, Tourismus, Gesundheit, bis zu Handwerk & Herstellung. Und rund 75 % sind Solo-Selbstständige. Vielleicht erklärt das auch, warum Themen wie Positionierung, Zeit und Qualität so präsent sind. Und es waren 27 Teilnehmer*innen. Damit ist meine Umfrage natürlich nicht repräsentativ, aber ein gutes Stimmungsbild.
Mein Fazit
Diese Umfrage zeigt für mich vor allem:
- Viele Selbstständige wollen nicht lauter werden – sondern klarer.
- Nicht schneller – sondern stimmiger.
- Nicht beliebiger – sondern echter.
Genau das ist auch mein Gefühl. Was ich höre und sehe. Deshalb werde ich in den kommenden Monaten einige dieser Themen hier im Blog und im Newsletter aufgreifen: Einblicke, Inspiration für Entscheidungen, die sich langfristig gut anfühlen. Ideen und Impulse.

… ist seit 22 Jahren Grafikdesignerin. Ihr Schwerpunkt ist nachhaltiges Design. Sie gestaltet Logos & Branddesigns. Sie unterstützt kleine Manufakturen, Solo-Selbstständige & Visionär*innen beim gesamten Markenauftritt. Ihr Angebot richtet sich an Menschen, die für ihre Idee brennen, die Nachhaltigkeit nicht als Trend verstehen und etwas in dieser Welt bewirken wollen.
Vernetze dich gerne mit ihr bei > LinkedIn.